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Donnerstag, 12. Juli 2018 von Rudi Schaluppke

Rudi schreibt

Badekultur 3.0 Wir leben in rasanten Zeiten. Die Zeiten sind so schnell geworden, es raubt einem manchmal echt den Atem. Digitalisierung, Globalisierung, Spaß- und Leistungsgesellschaft usw. Ich denk „Leute, kommt doch mal runter.“ Diese Entwicklung betrifft halt auch die Schwimmbäder und die hiesige Badekultur. Vor Zehn Jahren hieß es noch: 40% der Deutschen können nicht mehr schwimmen. Heute sind es über die Hälfte. Wie geht man mit diesen bedenklichen Zahlen um? Ganz einfach: man baut immer mehr Spassbäder. Badeanstalten, in denen Keiner mehr Schwimmen können muss. Das ist in meinen Augen eine ziemlich absurde Situation. Da werden Personalkosten für ausgebildetes Fachpersonal gespart, welches den Leuten eigentlich das Schwimmen beibringen könnte. Stattdessen investiert man Milliarden in Rutschen-Parks und Wohlfühl-Tempel, in denen sich der deutsche Michel nicht mehr aktiv bewegen muß, sich in wasserdurchfluteten Röhren den Adrenalinkick besorgt, beim Klangschalen-Aufguß im Wellnessbereich wieder runter kommt, und sich dann im Gourmet-Restaurant ne Pommes reinzieht.

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Donnerstag, 12. Juli 2018 von Rudi Schaluppke

Bademeister Schaluppke

Klimawandel Die Freibadsaison wird heutzutage immer unberechenbarer. Wir leben zwar in gemäßigten Breitegraden, aber das ist keine Garantie mehr, daß man mit einer moderaten Wetterlage rechnen kann. Vor 20-30 Jahren gab’s diese extremen Wetterschwankungen noch nicht. Du hast das Freibad im Mai geöffnet und im September geschlossen. Es gab am Ende der Saison auch kein "Hundeschwimmen" Wat soll das? Was bewegt einen Hundebesitzer, seinen Vierbeiner in einen gechlorten Pool zu jagen? Hunde haben in einem Schwimmbad nix verloren. Die Töle soll in den Teich. Punkt. Wir hatten früher Sonnentage mit angenehmen Temperaturen. Zwischendurch gab's halt auch mal kühlere Regentage. Da stand der Bademeister dann am leeren Pool, hat seinen Finger in den Wind gehalten und gesagt: „Heute ist mal wieder Nippelwetter.“ Aber egal, man muß ja auch an die Landwirtschaft denken. Dann frier ich mir heute halt mal die Klöten ab. Wenn ein Badegast ankam und fragte: „Herr Bademeister, haben Sie das schlechte Wetter bestellt?“, dann kam als Antwort: „Ja. Was Billigeres gab’s heute nicht. Aber ich habe einen guten Draht nach Oben, morgen wir‘s wieder Schön.“ Und so war das dann auch. Falls mal ein Gewitter im Anzug war, man den Donner von weitem hören konnte, gab’s ne Freibad-Durchsage: „Leute, raus aus’m Becken, Petrus kegelt wieder. Wir sammeln uns unterm Dach vom Schwimmbadkiosk.“ Und wenn‘s so richtig gekracht hat, hieß es: „Jetzt ist dem Petrus wieder mal der Sack geplatzt!“ Man hat es mit Humor genommen weil man wusste: es renkt sich auch wieder ein. Heutzutage schlägt das Wetter Kapriolen. T-Shirt-Wetter im Februar, aber Sommer in denen es durchregnet und keine Badegäste kommen. Da wird’s dann für einen Freibadbetrieb irgendwann wirtschaftlich eng. Das hat auch nichts mehr mit ‚Nippelwetter’ zu tun. Das ist tropischer Monsunregen. Und von wegen ‚Petrus kegelt heute wieder‘ - Nix da: Tornados und Überflutungen. Meine Meinung: Wer den Klimawandel leugnet, soll Duschen gehen. Am besten vor seiner eigenen Haustür. Das ist doch nicht normal. Und dann diese Ignoranzbolzen: „Ach hörn Sie doch auf Schaluppke! Klimaerwärmung - das ist doch nur so‘n linksgrünversiffter Veganer-Scheiß!“ Und wundern sich dann, wenn der Weber-Grill beim nächsten Orkan im Nachbargarten landet. Mit meinen Jugendlichen im Schwimmbad gibt‘s auch Diskussionen. Brütend heißer Sommertag, auf einmal - wie aus dem Nichts - braute sich ein Unwetter zusammen. Ich sofort Durchsage gemacht: „Leute, das muß jetzt schnell gehen: raus aus'm Becken, Liegewiese räumen, ab in die Halle!“ Da quatscht mich so ne bewölkte 15-Jährige an: „Booh, nä-ey! Isch wollte gerade hier Schwimmen! Wieso muss Isch in die Halle!?“ - Ich sag: „Guck doch mal nach Oben Mädchen. Wir haben Unwetterwarnung mit Hagel. Wenn gleich so‘n Hagelkorn mit 5 cm Durchmesser auf Deinem Smartphone einschlägt, dann kannst Du Dir ne Spider-App installieren. Also, rein jetzt!“ - „Ja, und!? Wie lang dauert das dann?“ - „Weiß ich doch nicht. Aber gib mal gerade dein Handy, dann ruf ich da Oben an und frag nach.“ So. Dann hab ich einen Fake-Anruf gemacht: „...Ich bin’s mal wieder Schaluppke. Hömma… neben mir steht… Wie heißt Du eigentlich?“ – Sie: „Sch'eiße Summer-Kimberly“. - Ich: „...Wat?! Sag doch mal: ich heiße.“ - „Ja sagg'schdoch 'sch'heiße!“ - „Neben mir steht ohne Scheiß Summer-Kimberly. Die fragt… was soll ich jetzt eigentlich fragen?“ - Sie: „Der Doof soll sagen, wie lange noch!“ - „Sie will wissen, wie lange noch…Okay. Der Doof sagt: bis das Gewitter vorbei ist.“ - „Und was mach' Isch bis Dahin!?“ – „In Halle auf Deinem Handy rumdaddeln. Oder Du kannst selber mal da Oben anrufen und Du dem Doof erklären wie du zu deinem Vornamen gekommen bist.“ – „Wieso will Der das wissen? Wie heißt Der denn mit Vornamen?“ – „Der heißt Petrus“. – „Boh, voll der doofe Name - Petrus?! Kennt man den?“ … Ich sag: „Summer-Kimberly, gute Nachricht für Dich: Petrus sagt, Du darfst jetzt hier Schwimmen gehen.“

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Mittwoch, 11. Juli 2018 von Rudi Schaluppke

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Was, so lang schon her? Eine Grußkarte aus Berlin, da hab ich mich sehr gefreut: Heute vor genau 10 Jahren stand ich zum allerersten Mal auf der Bühne des Quatsch Comedy Club.

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Dienstag, 10. Juli 2018 von Rudi Schaluppke

Rudi schreibt

Delfin, Brust, Kraul und: Rücken Ich bin ja jetzt 50. Da ist an einigen Stellen echt der Lack ab. Das kann ich auch nicht mehr kaschieren. Schnarch-Neigung, Cholesterin-Allergie, Lebensmittelunverträglichkeits-Intoleranz, das übliche Programm halt. Der Mann im besten Alter. Und vor Allem: Rücken. Die Bandscheiben. 70% der Deutschen haben Rücken - ich gehöre dazu. Und das kann nach 6 Stunden am Beckenrand echt nerven. Also bin ich irgendwann zum Orthopäden. Du bist ja froh, wenn Du in Köln einen Guten findest, geschweige denn auch noch einen Termin bekommst. Der war aber echt ok. Er hat sich meinen Rücken angeguckt und sagte dann: „Ja, Herr...“ er musste nochmal auf die Krankenakte schauen „...Schaluppke. Also, wir sind noch im grünen Bereich. Ich schreib Ihnen jetzt mal Massage und Physiotherapie auf. Aber: Sie müssen danach selber was tun. Treiben Sie Sport?“ - Ich: „Nö.“ - „Dann wird‘s aber Zeit! Ich geb Ihnen mal nen Tip: der beste Sport für Sie ist Schwimmen. Haben Sie bei sich um die Ecke ein Schwimmbad?“ - „Nicht direkt.“ - „Dann sollten Sie sich ab jetzt mal drum kümmern und das organisatorisch mit Ihrer Arbeitszeit organisieren. ...Was machen Sie beruflich, wenn ich fragen darf?“ - Ich sag: „Herr Doktor, wollen Sie das wirklich wissen?“

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Dienstag, 10. Juli 2018 von Rudi Schaluppke

Bademeister Schaluppke

Meine Jugend Ich muß fairerweise - wenn ich mich die ganze Zeit schon über Teenager lustig mache - auch mal sagen: ich war selber mal in dem Alter. Meine Jugend fand statt in den Achziger Jahren. Der Ein-oder Andere erinnert sich vielleicht noch. Das hatte viel Schönes. Da waren aber auch nicht so schöne Sachen dabei: Kalter Krieg, Tschernobyl, Modern Talking usw. Und es gab eine Sache, bei der ich mich im Nachhinein frage: „WAS hat uns damals geritten? Wie konnte man - sowohl im Westen als auch im Osten - diese Entwicklung nur zulassen? Wer kam auf DIE Scheiß-Idee?! Waren das Helmut Kohl und H-D. Genscher persönlich? Haben Die das einfach so durchgewunken? Und haben Reagan und Gorbatchow das dann auch noch abgesegnet? „Ja, Ihr Deutschen – könnt ihr gerne machen, dann haben auch Alle was davon.“ Meine persönliche Meinung: DAS hätten wir echt bleiben lassen können! Ihr wisst, wovon ich rede … nicht vom Mauerfall. Der Mauerfall ist meiner Meinung nach das großartigste Ereignis in der deutschen Geschichte. Und wer heute rumbrüllt „Zieht die Mauer wieder hoch!“ kann Duschen gehen! ...Im Fall von Bayern könnt Ihr‘s natürlich gerne machen. Gebt dem Söder endlich seinen Freistaat. Den Seehofer kann er direkt mitnehmen. Nein, ich meine natürlich die 80er-Jahre-Mode. Das war echt übel. Ich hab so schlimm ausgesehen: knallenge Röhren-Jeans und Cowboystiefel. Mit dieser Kombi konnte man sich nicht normal fortbewegen. Geschweige denn Mädels klarmachen. Mein Vater hat mich ständig nachgeäfft, wie ich mit den Dingern rumgeschlappt bin. Das war demütigend. Nur: mit Westernstiefeln war der Haltungsschaden ja schon vorprogrammiert. Und irgendwann – unter massivem Protest! Ich fand das damals so ungerecht! - hat er die Dinger einfach in die Tonne gekloppt. Und zack – hatte ich meine erste Freundin. Oder im Schwimmbad: Die Bademoden der Achziger... meine Fresse. Diese engen Badehosen, die man damals getragen hat. Die Eierkneifer. Du kommst in die Pubertät und mußt Dich entscheiden: Links- oder Rechtsträger? Und wer sich jetzt fragt: „WO hat der Schaluppke eigentlich seine Jugend verbracht?“ Da muß ich mich kurz mal outen. Ich hab das jahrelang erfolgreich verheimlicht - und man hört's mir auch nicht mehr wirklich an – aber: Ich bin geboren und aufgewachsen im Süden der Republik, in Baden-Württemberg. Genaugenommen im tiefsten Schwarzwald. Welcher Ort genau - ist jetzt egal, dort enden die meisten Ortsnamen mit „-Ingen“. Villingen, Schwenningen, Donaueschingen, Bräunlingen, Ingingen, Schwimmingen. Und dort gab es ein kleines Freibad, mit nem Dreier, 25-Meter-Becken, Duschen, Schwimmbadkiosk, Liegewiese, Bitschvolleyball (gabs damals noch nicht) UND: einem Bademeister, den ich als Jugendlicher sowas von verehrt habe: Ewald Ketterer. Der Held meiner Jugend. Der war ganz weit Vorne. Hätte es die Wahl zum Schwimmeister des Jahrzehnts gegeben, ich hätt den Ketterer gewählt. So ein hammer Typ: Ledrig gegerbt,Adiletten, Schnäuzer und: Voku-Hila - die Nackenpeitsche. Der stand da am Beckenrand wie ein Buddha. Und hat Einen geilen Spruch nach dem Anderen rausgehauen: „Woisch Rudi, i reg mi nit auf. Weil, wenn i mi de ganze Dag uffregge däd, ich hätt ja gar nix mehr von. Und wenn Du noch einmol dei Gosche uffmachsch' Rudi – dann gohsch Du Hoim.“ Ich hab natürlich meine Klappe gehalten, weil ich wollt ja wissen, was er sonst noch so zu sagen hat. Wenn Der Pause gemacht hat, der ist zum Schwimmbadkiosk geschlappt und hat zur Schwimmbissdame gesagt: „Du Bozena, machsch mir mal nen Kaffee. Aber mit Wumms, nit so'n zweiter Aufguss wie geschdern, so'n Bodeseekaffee.“ Dann stand er da mit der Kaffeetasse in der Hand, hat sein Revier abgescannt. Aus'm Radio lief Schlagermusik. Irgendwann hat er gesagt: „Du Bozena, tu'sch mir mal en Gfalle - machsch emol die Katzemusik weg. Drehsch mal am Radio, machsch en Sender-Change. Oder oifach Kassette nei - AC/DC.“ Und dann lief „Rock'n'Roll ain't Noise Pollution“ Da hat den Ketterer die Schwarzwälder Extase gepackt. Er hat die Tasse abgestellt, die Pommesgabel hausgeholt, und fing an zu Wippen. Die Vo-Ku-Hila-Matte hinten ist natürlich mitgewippt. „Du Bozena, wenn Du mi frogsch: DES isch gude Musik. So, jetz kannsch wieder Dei Katzemusik anmache. I gang schaffe.“ Mit uns Jungs hat er natürlich genauso geredet. Wir seitlich vom Beckenrand gesprungen, Arschbombe gemacht, uns gegenseitig gedöppt. Auf einmal hörst Du von der anderen Seite die Pfeife. Dann kam Der im Zeitlupentempo - wie in so nem italienischen Schweige-Western - um den Pool rumgelaufen. Wir schon ganz ehrfürchtig, hatten uns nebeneinander in Reihe aufgestellt. „Wa isch da los? Jungs, des isch en Schwimmbad und koi Planschbegge! So jetz will i mal sehe, was Ihr druff habt. Ab uff de Startblock, dann mache mir Wettschwimme. Damit der Teschtoschteron-Schpiegel e wengle abgfaggelt wird.“ Wir so: muhahaha, und direkt auf Startposition. „Herr Ketterer! Welche Technik? Kraul?“ - „Nix da! Bruscht! Des könnt Ihr nämlich nit. Und zwar komplettes Programm: mit Tauchzug und Rollwende! Auf die Plätze, Fertig, Los!“ Leute, was soll ich sagen: ICH HABE GEWONNEN! Bin bockstolz zum Ketterer: „Und, wie fanden Sie mich?“ - „Ha ja... war scho nit schlecht Rudi. Aber am Beinschlag musch no was mache. Des isch koi Bruschtbeinschlag, des isch e Schere. So ne Schere kriegsch Du in koiner Haushaltswarenabteilung. Und wenn Du mi frogsch, wie lang des jetzt dauert bis Du endlich mal Schwimme lenrsch, I geb Dir Sibbe Johr. Und wenn's nach Sibbe Johr nit klappt hät – dann machsch’ halt Vierzehn.“ Was für'n geiler Typ. Bei Dem hab ich in diesen chlorreichen Tagen Einiges gelernt. Nicht nur Schwimmen. Der hat meinen Musikgeschmack beeinflußt, meinen Klamottengeschmack, und er hat mir beigebracht, daß man zwischendurch auch mal ein bischen Entschleunigung braucht. Daß ist eine Sache, die uns in den heutigen rasenden Zeiten fast komplett abhanden gekommen ist. Mittlerweile ist der Ketterer natürlich schon längst in Rente. Letztes Jahr hatte ich ein Sologastspiel in meiner Heimatstadt. In Schwimmingen. Und habe ihn nebst Gattin eingeladen. Nach der Vorstellung stand er vor mir im Foyer. Er war schon sehr alt und klein, hatte weiße Haare, aber immer noch Schnäuzer und Vo-Ku-Hila. Ich hab ihn gefragt: „Und, Herr Ketterer, wie fanden Sie mich?“ - Und er antwortete mir - mit der Würde seines Alters: „Ha ja... des war scho nit schlecht, Rudi. Aber wenn Du mi frogsch, wie lang des jetzt noch dauert bis Deine Komiker-Karriere endlich mal richtig läuft - I geb Dir Sibbe Johr. Und wenn's nach Sibbe Johr nit klappt hät – dann machsch halt Vierzehn.“

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Sonntag, 8. Juli 2018 von Rudi Schaluppke

Rudi schreibt

Berufs-Klischees Über uns Bademeister werden so viele Märchen erzählt. Es gibt kaum einen Beruf, bei dem man so viele Halbwahrheiten oder Vorurteile um die Ohren gehauen kriegt. Schubladendenken ist ja heutzutage angesagt. Es ist praktisch, vereinfacht die Dinge, ist aber komplett falsch. Ein Klischee lautet ja, wir würden an Feierabend nach Chlor riechen. Das stimmt nicht. Wir riechen nicht nur an Feierabend nach Chlor, sondern immer. Deswegen gibt es auch so viele Bademeister-Ehen. Wir paaren uns untereinander, damit der Gestank in der Familie bleibt. Und wenn wir uns fortpflanzen, dann machen die Babies nach sechs Monaten im Mutterleib das Seepferdchen. Die Geburt ist natürlich ne Wassergeburt. Dafür braucht's auch keine Geburtshilfe. Ich kenne keine Bademeisterin, die jemals eine Hebamme, eine PDA oder einen Kaiserschnitt benötigt hätte. Das macht der Vater persönlich. Er stellt sich davor und sagt:: „So, jetzt aber raus aus'm Becken!“ Und Zack, ist das Kind draußen. Die Taufe findet nicht in der Kirche statt, sondern im Schwimmbad. Und das erste Wort, das ein Bademeisterkind sagt, ist nicht 'Mama' oder 'Papa', sondern 'Duschen!' Zur Einschulung gibt’s übrigens keine Schultüte, sondern 'Gemischte Tüte'. Dann wär das schonmal geklärt. Ganz weit oben auf der Klischee-Liste, der Spruch: ,„So wie Sie hier arbeiten, möcht ich gern mal Urlaub machen!" Der kam letztens von meinem Lieblingsrentner Opa Heinrich. Incl. der Standardfrage: "Was machen Sie hier eigentlich den ganzen Tag? Kacheln zählen?!“ Ich sag: „Nö, ich mach Urlaub.“ - „Soso. Wo geht’s demnächst hin? Nach Baden-Baden?! Muhahaha!“ Ich sag: „Natürlich nicht. Baden-Baden wär mir viel zu mondän. Ich brauch eher was Schlichtes: Syrien. Zurück geht‘s dann mit dem Schlauchboot über’s Mittelmeer. Zwischenhalt ist Malta. Und wenn ein Kreuzfahrtschiff vorbeikommt, dann winke ich den Rentnern da oben zu und rufe: Grüßen Sie mir Opa Heinrich!“ - „Ach kommse, Schaluppke. Ich beobachte Sie schon den ganzen Tag: sie stehen bei den Startblöcken rum, tun nix und machen Witze über Rentner!“- Ich sag: „Wir können ja mal tauschen. Sie übernehmen hier meine Schicht. Und wenn Einer ankommt und fragt: „Was machen Sie hier eigentlich den ganzen Tag!?“, dann können Sie ihm antworten: 'Ich bin hier der Blockwart.“

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Freitag, 6. Juli 2018 von Rudi Schaluppke

Bademeister Schaluppke

Liegenblockierer Ich kann Leute nicht leiden, die ihre Revieransprüche in unser Schwimmbad verlagern. Da werden dann die Liegen am Beckenrand stundenlang mit dem eigenen Badetuch reserviert. „So, wir gehen jetzt erstmal zwei Stunden in die Sauna. Und wenn wir zurückkommen, dann liegt da aber kein Anderer drauf!“ Jeden Tag dasselbe Spielchen: die Badeanstalt ist voll, die Liegen sind leer, aber Keine davon ist frei. Letztens kam ich an zwei Liegen mit bestickten Badetüchern vorbei, auf denen auch noch kackendreist draufstand: „Leider schon belegt. Die Gisela. 😂“ Und daneben in Großbuchstaben:“ERSTER! Karl-Heinz.😂“ Mit so nem blöden Smilie drunter. Mein erster Gedanke war: „Was sind das für Leute?“ Kein analoges Frotteebadetuch hat es verdient, mit so nem Zeugs bedruckt zu werden. Männer, die auf diese Art ihr Handtuch beflocken, tragen privat oder beim DiscoFoxKurs auch Camp-David-Shirt. (...Ist nur ein Klischee, aber wer’s nicht kennt: solche Klamotten trägt Dieter Bohlen, wenn er bei seiner Castingshow im Privatfernsehen vor laufenden Kameras profilneurotische Gesangstalente verheizt.) Zurück zu meinem Liegenblockierer-Päärchen: Ich denk „So, die halbe Stunde Kulanz ist abgelaufen - jetzt wird aufgemischt.“ Ganz wichtiger Tip an Kollegen: die Badetücher darfst Du nicht entfernen! Die sind deren Eigentum. Ich hab einfach die Liegen ausgetauscht - gegen Plastikhocker - und hab die Tücher draufgelegt. Kurze Zeit später stand ER dann bei mir im Kabuff. Hatte ein Camp David Shirt an. „Hürens, Schaluppke! Unsere Liegen sind fott!“ - Ich sag: „Wo?“ - Er: „Do hinge! Da mussense doch ein Auge drauf haben! Wat machen Sie he dä janze Tach!?“ - Ich sag: „Badeaufsicht.“ - Er: „Da hat irjendso‘n Tuppes einfach die Hocker dahinjestellt!!!“ - Ich sag: „Is ja gut, ich mach ne Durchsage: „Achtung Achtung! Hier spricht der Bade-Tuppes. Die Besitzerin des Frottehandtuchs mit der Aufschrift ‚Leider schon belegt‘ möchte bitte ihren Karl-Heinz aus meinem Kabuff abholen! Es sind noch zwei Liegeplätze auf der Beach-Volleyball-Anlage frei, da könnt Ihr beide Euch gleich ne Sandburg bauen. Ende der Durchsage.“

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Samstag, 30. Juni 2018 von Rudi Schaluppke

Neues Video

"Chlorreiche Tage" ab Oktober 2018. Termine: www.schaluppke.de

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Freitag, 29. Juni 2018 von Rudi Schaluppke

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Ein toller Urlaub war das. Cornwall - a place to stay. Nun jetzt gehts an die Arbeit, neues Programm schreiben. Habe noch drei Wochen tourfrei für Kopfkino und Laptop. Und ich freu‘ mich drauf. Die neuen Songs sind schon fertig. Jetzt brauchts ‚nur’ noch ein paar neue Geschichten. Drückt mal die Daumen, Premiere ist im Oktober.

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Am 18. Mai 2015 von Sören Rustemeyer

Neues Layout von schaluppke.de

Nach 5 Jahren hat das alte Layout der Seite ausgedient. Viel Spaß mit dem neuen! – Übersichtlicher, ohne Flash, optimiert für Tablets und Smartphones.
Außerdem werden Schaluppkes Termine jetzt automatisch aktualisiert, so das Sie an dieser Stelle immer auf dem Laufenden gehalten werden.

Besten Gruß,

Sören Rustemeyer – Webmeister

Am 12. Juni 2014 von Rudi Schaluppke

Wir Bauen eine Wasserrutsche

Sportsfreunde, wir haben eine neue Badeattraktion!
Hier die Chronologie und Erfahrungsbericht über ein adrenalinkickenden Bauvorhaben:

Vor zwei Jahren verkündete unser Geschäftsführer Gerd Vogel : „Unser Schwimmbad muß wett-bewerbsfähig bleiben, lasset uns eine Rutsche bauen! In anderen Worten: ‚Pimp my Badeanstalt!‘ “
(Mein Chef – er heißt nicht nur Vogel, er hat auch Einen.) Es gab dann Ausschreibungen. Verschiedene Spezialfirmen haben Rutschen-Entwürfe eingereicht. Mit so bescheuerten Namen wie: ‚Crazy Kamikaze‘ oder ‚Holy Hole‘. Da rutscht man wahrscheinlich auf Weihwasser runter. Wir haben uns für das Modell ‚Lucky Loop‘ entschieden. Einstieg aus 10 Meter Höhe, runter, rum, rum, rauf, runter, rechts, links, raus.

An der Planungsphase waren diverse Planungsinstanzen beteiligt: Planungsbüro, Planungsderzer-nent, Planungsausschuß, Planungsausschußvorsitzender und Planungsausschußvorsitzenden-Beisitzer. Und natürlich diverse Planungsverzögerungsbehörden wie Bauamt, Ordnungsamt, Gesundheitsamt, Umweltamt.usw. Die kamen dann täglich zu uns auf Stippvisite. Und ich durfte mich mit diesen Sessefurzern rumschlagen, weil mein Chef mal wieder aufm Golfplatz war. Der Ordnungsbeamte sagte: „Herr Schaluppke, die Rutsche können Sie da hinten nicht bauen, das blockiert die Feuerwehrzufahrt.“ – Ich sag:“Und? Was machen wir jetzt?“ – „Jaaa Herr Schaluppke, Frage: sind Sie Mitglied in einer Karnevalsvereinigung?- Ich sag: „Wieso?“ – „In dem Fall könnten wir …eventuell was drehen.“ – Ich sag: „Ok! Dann bin ich jetzt Mitglied in der KG Fidele Föttchesföhler! Also, Vorschlag meinerseits: wir verlegen die Feuerwehrzufahrt einfach 20 Meter weiter rechts.“ Prompt hat das Umweltamt interveniert: „DAS kann man sooo nicht machen! 20 Meter weiter rechts in dem Baum nistet ein Amselpäärchen. Das könnte während der Brutzeit durch einen Feuerwehreinsatz gestört werden!“ Ich sag: „Wenns im Schwimmbad brennt, Wasser ist schonmal da.“ Wir haben dann einfach das Amselpäärchen umgesiedelt. Erinnert mich bitte dran: Opa Heinrich kriegt noch seine Schrotflinte zurück.

Als die Genehmigung endlich erteilt wurde, gings ratzfatz: eine Baufirma hat den Rutschen-Unterbau installiert: bis zu zehn Meter hohe Pfeiler in den schicken Farben apfel-grün und pfirsich-magenta. …Allerdings OHNE die Rutsche. Die Röhrenelemente wurde nicht mitgeliefert. Nun steht bei uns am Außenbecken seit einem Jahr ein bunter Stangenwald rum.Irgendwann war’s mir zu blöd. Ich bin zu meinem Chef ins Büro und sagte:
„Gerd, wieso geht das nicht weiter? Sind beim Löcher-Ausheben für die Pfeiler zufälligerweise römische Kacheln gefunden worden? Oder muß ich den polnischen Schwarzarbeitern noch ne Kiste Bier hinstellen? Oder hat der Bauleiter die Röhren-Elemente anderweitig verklüngelt?“ Wahrscheinlich für die Entrauchungsanlage des Berliner Flughafens! Wenns dort brennt, macht der Rauch n’Lucky Loop! 10 Meter Höhe, runter, rum, rum, rauf, runter, rechts, links, raus.

Mein Chef meinte nur: „Rudi, der Geld-Etat ist erschöpft. Wir müssen den Gürtel enger schnallen.“
Ich sag: „Gerd, wenn ich anfange, den Gürtel enger zu schnallen, Du kannst mich direkt in Mutterschutz schicken.“
So bin ich ständig mit unangenehmen Fragen meiner Badegäste konfrontiert: Opa Heinrich meinte „Herr Schaluppke, wat is dat?! Ist das Kunst?“ Ich sag: „Ne. Dat is Entertainment-Programm. Einmal die Stunde macht der Bademeister hier Stangen-Tanz. Nennt mich Go Go Girl Schaluppke.“ Also, wer mal astreinen GoGo-Tanz sehen möchte: dafür braucht Ihr nicht ins Pascha, besucht mich einfach im Schwimmbad.

Am 13. März 2013 von Rudi Schaluppke

Aktuelle Pressekritiken und Tourtermine

Liebe Schwimmer und Nichtschwimmer,

Ich bin Live mit meinem Soloprogramm viel auf Tour, aber  – zugegeben – auf meiner eigenen Webseite bin ich nicht sonderlich aktiv.

Deswegen erstmal zwei tolle Zeitungskritiken, die ich nach meinem letzten Soloabend am 17.05.14 in Seelbach/Schwarzwald geschrieben wurden.

Darüber habe ich mich sehr gefreut!

 

1. Lahrer Zeitung: „Beißender Humor am Beckenrand“

“ Pawlik hat ein untrügliches Gespür dafür, ins berühmte Fettnäpfchen zu trampeln und selbst sauber zu bleiben.

Die trockenen Pointen und die schnelle Abfolge der prallen Kracher, die Rudi Schaluppke am Abend gezündet hat,

haben die Gäste, das war am Applaus und den Zugaben zu erkennen, restlos überzeugt.“

 

http://www.lahrer-zeitung.de/inhalt.seelbach-beissender-humor-am-beckenrand.9ec5b1f3-af5b-44cd-8094-571f0f190629.html

 

2. Badische Zeitung: „Kompromissloser Pädagoge…“

“ Die lapidare Komik des Kölners schien das Geheimnis für die Lachattacken der Zuschauer zu sein.

Manchmal war’s schon irgendwie genial blöd, was aber eben dieses unbeschwerte Vergnügen auslöste.

Und wiederum Tiefgang hatte, der von den Geschichten über die Badegäste übertragbar war auf sämtliche gesellschaftliche Bereiche.“

 

http://www.badische-zeitung.de/seelbach/kompromissloser-paedagoge-mit-badekappe–85012846.html

 

Und hier kommen in Kurzform  meine Tourtermine bis September 2014:

Die links zu den Spielstätten findet Ihr unter ‚Termine‘

 

23.05.2014      Solo Funky Arschbombe                         Burgtheater Nürnberg

24.05.2014      Kurzauftritt  im Freizeitbad                    Embricana Emmerich

11.06.2014       Solo 10 Jahre unterm Zehner                 Theater Takelgarn Düsseldorf

13.06.2014       Solo Funky Arschbombe                          KUI Niedermühle Büren

14.06.2014       Solo Funky Arschbombe                          -rische’s Kleinkunstbühne Drolshagen

14.06.2014      Kurzauftritt                                                  Geschl. VA Augustdorf

18.06.2014      Solo Funky Arschbombe                           Freibad Ehringen

20.06.2014     Solo Funky Arschbombe                           Badepark Elmshorn

21.06.2014     Moderation Mitternachtshow                  Schmidt Theater Hamburg

25.06.2014    Moderation WNL-Show                             Pauke Bonn

28.06.2014    Kurzauftritt                                                   Geschl. VA Winterfeld

03.07.2014    Dreharbeiten AOK Rheinland                   Köln

06.07.2014    Kurzauftritt                                                   Nightwash Spiegelzelt Ruhrhochdeutsch Dortmund

07.07.2014    Solo 10 Jahre unterm Zehner                    Hotel Matheisen Worringen

11.07.2014     Solo 10 Jahre unterm Zehner                    BüZe Ehrenfeld

12.07.2014    Kurzauftritt                                                    Fortunabad Glückstadt

18.07.2014    Kurzauftritt                                                    Geschl. VA  option

19.07.2014    Moderation Mitternachtshow                    Schmidt Theater Hamburg

26.07.2014   Solo Funky Arschbombe                             Therme Bad Driburg

01.08.2014   Moderation                                                    Comedy Salon Bad Iburg

04.08.2014  Solo  10 Jahre unterm Zehner                    Spiegelzelt Ruhrhochdeutsch Dortmund

08.08.2014 Solo 10 Jahre unterm Zehner                     Renitenztheater Stuttgart

16.08.2014  Solo 10 Jahre unterm Zehner                     Freibad Kierdorf

17.08.2014  Open Air Comedy Clash                               Stuttgart

21.08.2014 Solo Funky Arschbombe                               Wühlmäuse Kabarett Berlin

22.08.2014 Solo 10 Jahre unterm Zehner                     Panoramabad Engelskirchen

 

Ich freu mich, wenn Ihr mich besuchen kommt!

Rudi